Internationale Städtekonferenz in Nürnberg

Von Mittwoch bis Freitag, 24. Juni bis 26. Juni 2009, tagen die Mitglieder des europäischen Städtenetzwerkes EUROCITIES in Nürnberg. Dazu erwartet die Stadt Nürnberg rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus rund 30 europäischen Großstädten, die im EUROCITIES-Forum für Wirtschaftsentwicklung aktuelle Herausforderungen für Städte fokussieren.

Der Wirtschaftsreferent und berufsmäßige Stadtrat Dr. Roland Fleck unterstreicht: „Im Städtenetzwerk EUROCITIES bündeln europäische Großstädte ihre Interessen und bringen diese gemeinsam auf europäischer Ebene ein. Daneben ist der fachliche Austausch untereinander eine wichtige Bereicherung für die tägliche Arbeit. Ich freue mich daher besonders, das EUROCITIES-Forum für Wirtschaftsentwicklung im Juni erstmalig in Nürnberg begrüßen zu können.“ 

Einer der Höhepunkte des dreitägigen Meetings ist die Konferenz  „Ageing Society“, die am Donnerstag, 25. Juni 2009, von 9 bis 13 Uhr im Historischen Rathaussaal stattfindet. Die Auswirkungen einer alternden Gesellschaft auf die wirtschaftliche Entwicklung europäischer Städte stehen dabei im Mittelpunkt. Dass der demografische Wandel auch vor Nürnberg nicht Halt macht, belegen die Zahlen des Amts für Stadtforschung und Statistik. Die Einwohnerzahlen werden bis zum Jahr 2025 leicht steigen, insgesamt werden die Nürnberger aber deutlich älter sein als im Vergleichsjahr 2006. Die Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen wird im Vergleich zum Jahr 2006 um knapp zwölf Prozent wachsen, die Gruppe der über 65-Jährigen um knapp neun Prozent, so die Bevölkerungsprognose der städtischen Statistiker. Dagegen sind für alle jüngeren Altersgruppen rückläufige Entwicklungen festzustellen. 

Der demografische Wandel stellt neben Nürnberg auch andere europäische Städte vor große Herausforderungen. Fragen zum altersgerechten öffentlichen Personennahverkehr oder zu neuen Wohnformen für Senioren werden deshalb an diesem Tag ebenso thematisiert wie Fragen nach der Erwerbstätigkeit und Qualifikation älterer Arbeitnehmer.

Aber auch die Chancen einer alternden Gesellschaft gilt es zu begreifen:
Mit der Zahl der älteren Mitbürger erhöht sich auch die Nachfrage nach altersgerechten Produkten und Dienstleistungen. „Hier entstehen neue Geschäftsfelder und Branchen, die rechtzeitig erkannt werden müssen,“ so der Nürnberger Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck. „Insgesamt wird sich jede Stadt in den nächsten Jahren an ihrer Intergenerationen-Orientierung messen lassen müssen.“

Was am Vormittag theoretisch diskutiert wurde, können die internationalen Gäste dann am Donnerstagnachmittag in der Praxis besichtigen: Im Rahmen zweier Exkursionen werden sie Beispiele guter Praxis in Nürnberg besuchen. Die NürnbergMesse, die VAG Nürnberg und das Projekt „andersWOHNEN e.G.“ unterstützen hierbei das Nürnberger Wirtschaftsreferat und öffnen ihre Pforten – respektive Bustüren – den EUROCITIES-Mitgliedern.

Aber auch an den anderen Tagen des Meetings geht es auf den Fluren und in den Sitzungsräumen im Nürnberger Rathaus international zu. Es tagen insgesamt sechs spezifische Arbeitsgruppen des EUROCITIESForums, dessen Mitglieder zum Beispiel aus Barcelona oder Stockholm kommen, aus Warschau oder Liverpool. Die große Plenumsrunde im Sitzungssaal des Nürnberger Stadtrates am Freitag, 26. Juni 2009, wird das Treffen offiziell beenden. Interessierten europäischen Gästen wird schließlich am Samstag noch die Möglichkeit gegeben, mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren.

Quelle: Nachrichten aus dem Rathaus, Presse und Informationsamt der Stadt Nürnberg