Jerzy Buzek neuer Präsident des Europäischen Parlaments 

Jerzy Buzek (Europäische Volkspartei, EVP) ist neuer Präsident des Europäischen Parlaments für die kommenden zweieinhalb Jahre. Der ehemalige polnische Ministerpräsident wurde im ersten Wahlgang mit 86 % der Stimmen gewählt. Von 644 gültigen Stimmen entfielen 555 auf Buzek, die nötige absolute Mehrheit lag bei 323 Stimmen. Auf Buzeks Gegenkandidatin, die schwedische Abgeordnete Eva-Britt Svensson (Vereinigte Europäische Linke/Nordische Grüne Linke), entfielen 89 Stimmen.Quelle: www.europarl.europa.eu.


Mit BUZEK steht erstmals ein Abgeordneter aus den 2004 beigetretenen mittel- und osteuropäischen Staaten an der Spritze des Europäischen Parlaments.

Die Wahl sei für ihn eine „große Herausforderung und eine sehr große Ehre“, so Buzek. Er hätte „nie zu träumen gewagt, eines Tages Präsident des Europäischen Parlaments zu sein“. Er werde alles tun, um das in ihn gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. Seine Wahl sei ein „Ehrenerweis gegenüber den mittel- und osteuropäischen Bürgerinnen und Bürger“. Er fühle sich als Vertreter aller mittel- und osteuropäischen Länder. Es gebe „kein  Ihr und Wir mehr. Wir müssen laut sagen: Das ist unser gemeinsames Europa“.

Buzek sprach einige zentrale Themen an, die Europa in den kommenden Jahren beschäftigen werden, darunter die Wirtschafts- und Finanzkrise, Beschäftigung, die Energieversorgungssicherheit sowie den Klimawandel. „Wir brauchen den Lissabonner Vertrag, um diese künftigen Herausforderungen zu meistern. Frieden, Freiheit und Wohlstand können nur auf europäischer Ebene vernünftig gelöst werden“.

Buzek kündigte an, im September sein Programm für die kommenden zweieinhalb Jahre zu präsentieren. Nach der Wahl Buzeks gaben die Fraktionsvorsitzenden kurze Erklärungen ab – vollständiger Text dieser Meldung und der Erklärung via Jerzy Buzek neuer Präsident des Europäischen Parlaments , auf den Seiten des Europäischen Parlaments.