Ausland für Azubis: SUN nimmt an EU-Programm teil

Der städtische Eigenbetrieb Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) bildet in verschiedenen anerkannten Ausbildungsberufen aus, so auch in der Fachrichtung „Fachkraft für Abwassertechnik“. Auszubildenden dieser Fachrichtung eröffnet sich nun eine neue Perspektive: Sie haben die Möglichkeit, während ihrer Ausbildung für vier Wochen an einem Auslandspraktikum in Österreich teilzunehmen. Dieses Auslandspraktikum wurde vor wenigen Tagen durch die beim Bundesinstitut für Berufsbildung angesiedelte „nationale Agentur für Bildung in Europa“ genehmigt.

Das Auslandspraktikum gehört zum EU-Programm „Leonardo da Vinci“. Dieses Programm der Europäischen Union fördert unter anderem Auslandsaufenthalte zum beruflichen Lernen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

„Viele Gründe sprechen dafür, den beruflichen Schritt ins Ausland so früh wie möglich zu tun: Sich in einer fremden Lebens- und Arbeitsumgebung zu Recht finden, andere Betriebsabläufe kennenlernen und sich persönlich und fachlich weiterbilden“, betont Michael Dörr, Ausbildungsleiter bei SUN. Auslandserfahrung steigert nicht nur die Qualität der Ausbildung, sondern ist im späteren Berufsleben zunehmend gefragt.

Der Auslandsaufenthalt beginnt im Herbst 2010 und ist als beruflicher Lern- und Arbeitsaufenthalt angelegt: Die Auszubildenden absolvieren ein Praktikum auf der Hauptkläranlage in Wien. Darüber hinaus erhalten sie zusätzlich Fachunterricht. Um mehr über die Geschichte und Kultur des Gastlands zu erfahren, ist ein kulturelles Rahmenprogramm mit dem Besuch regionaler Sehenswürdigkeiten geplant.

Angeregt wurde der Gedanke, einen Auslandsaufenthalt in die bestehende Ausbildung zu integrieren, durch eine Vortragsveranstaltung des „Europabüro für Wirtschaft und Arbeit“ der Stadt Nürnberg. Hier wurden die verschiedenen Fördermöglichkeiten sowie die Grundlagen der Antragstellung aufgezeigt. Ohne die finanzielle Unterstützung der Europäischen Kommission wäre dieses Projekt nicht machbar gewesen. let

Quelle: Stadt Nürnberg, Presse und Informationsamt