20 Jahre EU-Naturschutz: eine Erfolgsgeschichte

Eine gute Nachricht nicht nur für Rotbauchunken und Abruzzen-Gämse: heute , am 21. Mai 2012, feiern die wichtigsten EU-Instrumente zum Schutz der Natur zwanzigjähriges Jubiläum. Quelle:ec.europa.eu

Foto: ec.europa.eu

Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie („FFH-Richtlinie“) und LIFE, das Finanzierungsprogramm der EU für die Umwelt, tragen seit zwei Jahrzehnten dazu bei, die am stärksten bedrohten Tiere und Lebensräume in Europa zu schützen. Heute gehören fast 18 Prozent des Territoriums der Europäischen Union zum Natura-2000-Netz von geschützten Gebieten.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensversicherung – und Natura 2000, das die Gebiete mit dem höchsten Biodiversitätswert schützt, ist ihr Grundpfeiler. Wir haben in den vergangenen 20 Jahren große Fortschritte erzielt, und es gibt viel Grund zum Feiern. Die Natur ist aber weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen und wird uns unseren Einsatz mit ihren lebenswichtigen Ökosystemdienstleistungen um ein Vielfaches lohnen.“

Um Arten und Lebensräumen die Möglichkeit zur Erholung zu geben, wurde mit der FFH-Richtlinie das Natura-2000 -Netz von geschützten Gebieten errichtet. Es umfasst heute mehr als 26.000 Gebiete mit einer Fläche, die der von Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik zusammen entspricht. Die FFH-Richtlinie hat wesentlich dazu beigetragen, den Verlust der Biodiversität in Europa zu stoppen. Einige Arten und Lebensräume lassen bereits Anzeichen einer Erholung erkennen. Mit Hilfe von LIFE-finanzierten Projekten konnten Arten erhalten werden, die bereits kurz vor dem Aussterben standen, wie z.B. die Flussperlmuschel und die Rotbauchunke in Deutschland. LIFE hat insgesamt über 1,2 Milliarden Euro für die Bewirtschaftung und Sanierung von Natura-2000-Gebieten investiert.

Quelle:ec.europa.eu