EU startet Initiative für freiwillige humanitäre Helfer

An Freiwilligenarbeit interessierte Europäer sollen künftig dort anpacken können, wo der größte Bedarf ist: in der humanitären Hilfe. 

Vor dem Hintergrund zunehmender Katastrophen hat die Europäische Kommission am 19. September eine Initiative ins Leben gerufen, die 10.000 interessierten Europäern von 2014 bis 2020 die Möglichkeit zur freiwilligen Arbeit in einem Hilfsprojekt ermöglicht. Mit der Aktion „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ sollen definierte Standards für den Einsatz im humanitären Dienst festgesetzt werden, um die europäischen Freiwilligen gut vorbreitet in Krisengebiete entsenden zu können.
„Uns bietet sich hier die einmalige Gelegenheit, in diesen Krisenzeiten ein positives Signal auszusenden: Durch die Hilfe, die über die Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ vor Ort geleistet wird, beweisen die Europäer ihre Solidarität mit denjenigen, die am dringendsten auf Unterstützung angewiesen sind. Gleichzeitig werden den Freiwilligen wichtige Fertigkeiten vermittelt. Leben zu retten ist eine existenzielle Erfahrung, die keiner von ihnen je vergessen wird. Die Freiwilligenarbeit erfreut sich bei den Bürgern aller unserer Mitgliedstaaten zunehmender Beliebtheit,“ sagte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Die Initiative sieht auch Schulungsmaßnahmen für 7 000 Ortskräfte und Freiwillige von Organisationen in den von Katastrophen betroffenen Ländern vor. Weitere 10 000 Freiwillige sollen die Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ im Rahmen des Online-Volunteering durch die Wahrnehmung von Aufgaben unterstützen, die über einen Computer von zuhause erledigt werden können. Als „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ bewerben können sich europäische Staatsbürger und Nicht-EU-Bürger mit langfristiger Aufenthaltsgenehmigung, die älter als 18 Jahre sind.

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