Strengere Vorschriften für Babynahrung

Das Europäische Parlament hat  einer Reihe von Vorschriften zum Verbraucherschutz zugestimmt.

Foto: ec.europa.eu

Sie sollen Bürger bezüglich des Inhalts und der Vermarktung von Lebensmitteln für spezielle Gruppen besser schützen. Darunter fällt beispielsweise Nahrung für Säuglinge und Kleinkinder. Tonio Borg, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, erklärte: „Ich begrüße die heutige Billigung durch das Europäische Parlament, denn wir müssen sicherstellen, dass die EU-Vorschriften über Lebensmittel für spezielle Gruppen zweckdienlich sind und sich ebenso schnell weiterentwickeln wie der Markt.“

Auf dem Markt gibt es immer mehr Lebensmittel, die bestimmte Zielgruppen in der Bevölkerung ansprechen sollen. Die geltenden EU-Vorschriften für diese Produkte sind komplex. Unterschiedliche Vorschriften und Konzepte überschneiden sich, was Verwirrung bei Unternehmen und nationalen Behörden hervorrufen kann. Mit der neuen Verordnung über Lebensmittel für spezielle Gruppen werden unnötige und widersprüchliche Vorschriften gestrichen und durch einen neuen, vereinfachten Rahmen ersetzt. Er gilt für Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder, für Lebensmittel für Personen mit besonderen Gesundheitsproblemen, sowie für Lebensmittel zur Gewichtskontrolle, welche die tägliche Nahrungsmittelration vollständig ersetzen.

Die Verordnung gilt ab 2016, damit den Unternehmen genügend Zeit bleibt, ihre Handelspraktiken anzupassen. Sie müssen keine Produkte vom Markt zurückziehen. Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird die Kommission zwei Berichte über die Notwendigkeit vorlegen, in der Zukunft besondere Vorschriften für so genannte „Wachstumsmilch“ für Kleinkinder und in Bezug auf Lebensmittel für Sportler zu erlassen.

Quelle: ec.europa.eu