Iran-Gespräche: Die zähe Europäerin

EU-Außenpolitik wird oft als bedeutungslos verspottet. Aber der Neustart in den wichtigen Atomverhandlungen mit Iran ist den Europäern zu verdanken – allen voran einer hartnäckigen Britin. Quelle: spiegel-online.de

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Catherine Ashton trägt einen klangvollen Titel: „Hohe Repräsentantin der Europäischen Union für Außen-und Sicherheitspolitik“ darf sie sich offiziell nennen. Doch der Arbeitsalltag der britischen Diplomatin ist selten glamourös. Bei ihrer Bestellung im Jahr 2009 musste sie sich in den Medien als „vierte Wahl“ verspotten lassen, gar als „Gartengnom“. Und wenn ihre Kollegen aus den USA oder Asien nach Gipfeltreffen im eigenen Flieger abrauschen, wartet Ashton geduldig auf die Linienmaschine. Ein Dienstflugzeug gönnt ihr die Europäische Union nicht.

Doch nun steht Ashton, 57, plötzlich im Mittelpunkt der Weltdiplomatie – wer auch immer derzeit über sie spricht, lobt ihr zähes Verhandlungsgeschick, ihre Ausdauer, ihr diplomatisches Talent. US-Amtskollege John Kerry vertraue ihr sehr, heißt es. „Sie ist diskret, einfühlsam, aber auch hartnäckig. Das macht sie zur idealen Verhandlerin“, lobt Alexander Graf Lambsdorff, Vorsitzender der FDP im Europaparlament.

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