Grünes Licht für ein einheitliches Ladegerät

Das Europäische Parlament hat der Kommission die gesetzlich bindende Einführung eines einheitlichen Ladegeräts für Mobiltelefone ermöglicht.

Foto: ec.europa.eu

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Die Abgeordneten billigten einen Gesetzesvorschlag der Kommission, der den rechtlichen Rahmen über Funkanlagen darunter Mobiltelefone, GPS/Galileo-Empfänger und drahtlose Autotüröffner erweitert. Damit kann die Kommission Herstellern klare Auflagen für ein einheitliches Ladegerät insbesondere für Mobiltelefone machen.

Industriekommissar Antonio Tajani sagte dazu: „Das Abstimmungsergebnis liefert die Grundlage für weitere Innovationen und für Wachstum im Bereich der Mobilkommunikation. Die Branche weist nach wie vor ein enormes Potenzial auf. Eine zuverlässige und schnelle drahtlose Kommunikation ist von entscheidender Bedeutung für die Umwälzungen, die derzeit im verarbeitenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor, im Bildungswesen, in der Unterhaltungsbranche und praktisch allen Lebensbereichen stattfinden. Mehr noch: Dank den neuen Regeln können wir nun ein einheitliches Ladegerät für Mobiltelefone und ähnliche Geräte einführen. Dies ist eine sehr gute Nachricht für unsere Bürger und für die Umwelt.“

Die Kommission hatte im Sommer 2009 eine freiwillige Absichtserklärung mit Mobiltelefonherstellern ausgehandelt, die Ende 2012 ausgelaufen ist. Da sich die Hersteller nicht auf eine Verlängerung dieses Memorandums einigen konnten, hatte die Kommission im Herbst 2012 einen erweiterten Richtlinienvorschlag vorgelegt, der ihr unter anderem die Möglichkeit zur bindenden Einführung einheitlicher Ladegeräte ermöglicht.

Die neue Richtlinie enthält folgende Änderungen:

  • Die Anforderung an die Mindestleistung der Empfangsgeräte wurde klarer gefasst, damit das Funkfrequenzspektrum effizienter genutzt wird.
  • Die Verpflichtungen der Hersteller, Einführer und Händler wurden geklärt.
  • Die neue Richtlinie wurde am Neuen Rechtsrahmen für Produkte ausgerichtet. Dadurch wird das Regelwerk für Produkte insgesamt stimmiger und leichter anwendbar.
  • Die Instrumente zur Marktüberwachung wurden verbessert. Dies gilt insbesondere für die Verpflichtungen der Hersteller, Einführer und Händler hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit und für die Möglichkeit, eine vorherige Registrierung von Funkanlagen vorzuschreiben, die zu Kategorien mit einem geringen Maß an Regelkonformität gehören.
  • Streichung unnötiger administrativer Verpflichtungen wie der vorherigen Notifizierung von Funkanlagen, die in nicht harmonisierten Frequenzbändern betrieben werden.

Jetzt steht noch die Zustimmung des Rates aus. Danach haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, um diese Richtlinie in nationales Gesetz umzuwandeln.

Mehr zu dem einheitlichen Ladegerät erfahren Sie -> hier

Quelle: Europäische Kommission, Vertretung in Deutschland