Deutsche Verbraucher zufriedener als andere Europäer

Die deutschen Verbraucher sind mit dem Funktionieren der Märkte für Waren und Dienstleistungen zufriedener als die meisten anderen Europäer.

 

Foto: Sterl

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Das zeigt die zehnte Ausgabe des EU-Barometers zu Verbrauchermärkten, die EU-Kommissar Neven Mimica in Brüssel vorgestellt hat. Die Umfrage stuft insgesamt 52 Märkte anhand von vier Aspekten ein: Vergleichbarkeit der Angebote, Vertrauen in die Anbieter, Probleme und Beschwerden sowie Zufriedenheit mit den Unternehmen. Daraus ergibt sich ein Marktperformance-Index.

Deutschland erreicht einen Marktperformance-Index von 81,4 (EU-weit: 77,4). Besonders hoch ist die Zufriedenheit der Deutschen bei den Warenmärkten für nicht-alkoholische Getränke, Kleidung und Schuhe sowie Milchprodukte. Bei Dienstleistungen führen Kultur und Unterhaltung, Sport und persönliche Pflege die Liste an. Die Wasser- und Stromversorgung sind in Deutschland im Vergleich zu allen anderen EU-Ländern sogar am besten bewertet. Am unzufriedensten sind die die deutschen mit den Märkten für Gebrauchtwagen, Kraftstoff und elektronische Geräte (Warenmärkte). Bei den Dienstleistungen sind die Werte für Bahn, Gasversorgung und die Post am niedrigsten.

EU-weit hat sich die Marktperformance über alle Märkte und Länder hinweg von 2012-2013 leicht verbessert. Im Allgemeinen funktionieren Warenmärkte deutlich besser als Dienstleistungsmärkte, auch wenn sich die Lücke langsam verkleinert. Im Vergleich zu 2012 haben sich einige der am schlechtesten bewerteten Märkte, wie die Märkte für Kraftstoff und Zugverkehr, am stärksten verbessert. Weiterhin sind Bankdienstleistungen der problematischste Sektor. Telekommunikationsmärkte schneiden europaweit mit niedrigen Werten für Vertrauen, Wahl des Anbieters und allgemeine Verbraucherzufriedenheit unterdurchschnittlich ab und haben die höchste Quote an Problemen und Beschwerden unter sämtlichen Marktclustern. Auch öffentliche Versorgungsleistungen, insbesondere bei Strom und Gas, werden von den europäischen Verbrauchern insgesamt als unterdurchschnittlich bewertet.

„Die Märkte sollen den Verbrauchern dienen und nicht umgekehrt“, sagte EU-Verbraucherkommissar Neven Mimica. „Das heute veröffentlichte Barometer zu den Verbrauchermärkten zeigt, dass sich die Marktbedingungen für die Verbraucher insgesamt verbessern. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, insbesondere bei Dienstleistungen und Energie. Ich arbeite intensiv mit meinen Kollegen in der Kommission an diesen Themen, sei es durch die Richtlinie über Zahlungskonten, die Maßnahmen für einen vernetzten Kontinent oder durch die Vereinfachung des Anbieterwechsels.“

Quelle: Europäische Kommission, Vertretung in Deutschland