Mütter dürfen auch in der EU weiterhin Muffins und Kuchen backen

Ist das Ende der Kuchenbasare angebrochen? Wieder eine Falschmeldung, die Presse und Menschen beschäftigte.

Die Neue Lebensmittelverordnung der EU hat keine Auswirkungen auf Kuchenbasar und Kindergartenfeste.

Seit Dezember müssen u.a. 14 spezifische Allergene gekennzeichnet sein. Diese Informationsverpflichtung gilt allerdings nur für Unternehmen, nicht für Privatpersonen. Fälschlich wurde mehrfach berichtet, dass auch beim Kuchenbasar und Stadtteilfest auf jedem Tischchen eine „Giftliste“ ausliegen müsste.

Rein theoretisch könnte allerdings der Freistaat diese Informationsverpflichtung auf backende Mütter und Väter ausweiten. Das wäre aber dann nicht im Sinne der Europäischen Union und die Verantwortung läge bei der Landesregierung.

Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Falschmeldungen, die die Verbraucherinnen und Verbraucher verunsicherten. Im Zusammenhang mit der Berichterstattung zu TTIP wurde zum Beispiel der Schutz der Nürnberger Bratwurst in Frage gestellt, der nie zur Diskussion stand. Auch haben die Vereinigten Staaten, wie immer wieder falsch berichtet wird, auch mit TTIP keine Möglichkeit, bei EU-Gesetzesvorhaben mit zu reden.

Selbst bei der Kritik zur Neuvergabe des Nürnberger S-Bahn Netzes an einen britischen Betreiber, wird gerne mit dem virtuellen Finger auf die Europäische Union gezeigt. Tatsächlich sehen die Vorgaben aus Brüssel aber die Möglichkeit vor, auch vergabefremde Kriterien in die Ausschreibungen aufzunehmen, wie z.B. die Orientierung an Tarifverträgen, Umweltauflagen oder das Verbot von Produkten, die durch Kinderarbeit hergestellt wurden. Das solche Kriterien in der Ausschreibung nicht berücksichtigt wurden, liegt an der Gesetzgebund des Landes Bayern, in dem solche vergabefremden Kriterien nicht zulässig sind.

Die Falschmeldung zum Thema Kuchenbasar basiert auf den Veröffentlichungen zur Neuregelung der Lebensmittelkennzeichnung.