Strompreise in Dänemark und Deutschland am höchsten

Strompreise für Haushalte in Dänemark und Deutschland am höchsten: neue digitale Veröffentlichung zur Energiestatistik in Europa.

Für einen Haushalt mittlerer Größe waren die Strompreise einschließlich Steuern und Abgaben im 2. Halbjahr 2015 in Dänemark (0.30 Euro per kWh) und in Deutschland (0.29 Euro per kWh) am höchsten, in beiden Ländern machen Steuern und Abgaben mehr als die Hälfte aus Strompreises aus. Der Strom, der in europäischen Haushalten verbraucht wird, stammte 2014 zu 48 Prozent aus Kraftwerken, die fossile Brennstoffe nutzen, zu 27 Prozent aus Atomkraftwerken und zu 25 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen. Bei den erneuerbaren Energiequellen kam 13 Prozent von Wasserkraftwerken, 8 Prozent von Windturbinen und 3 Prozent aus der Solarenergie. Diese Zahlen stammen aus einer neuen digitalen Veröffentlichung zum Thema Energie, die das Statistikamt der EU, Eurostat, veröffentlicht hat.

Die digitale Veröffentlichung besteht aus vier Teilen bzw. Fragekomplexen, in denen auf die von den Bürgerinnen und Bürgern am häufigsten gestellten Fragen eingegangen wird, und zwar:

 

  • Energieunion – Was bedeutet das?

Dieser Teil enthält einen Überblick über die fünf Aspekte der Energieunion. Er enthält auch ein Video, in welchem Vizepräsident Maroš Šefčovič und Kommissar Arias Cañete die Politik der EU zu diesem Thema erklären.

  • Woher kommt unsere Energie?

Hier wird beschrieben, woher die Energie der Europäischen Union stammt, d. h. was in der EU erzeugt und was importiert wird. Die Einfuhren werden anhand interaktiver Flussdiagramme veranschaulicht, während die Energieflüsse von der Quelle bis zum Endverbrauch sehr detailreich mittels interaktiver Sankey-Diagramme beschrieben werden. In diesem Abschnitt erfährt der Leser unter anderem, dass die EU im Jahr 2014 für 53 Prozent ihres Energieverbrauchs auf Einfuhren angewiesen war, wobei die Werte von unter 20 Prozent für Estland, Dänemark und Rumänien bis über 90 Prozent für Malta, Luxemburg und Zypern reichten.

  • Welche Art von Energie verbrauchen wir und wie viel kostet sie?

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die Art der in der EU verbrauchten Energie und erläutert, woraus Strom erzeugt wird. Ferner wird erläutert, wie viel Strom und Gas Privathaushalte und Industrie kosten. Die verschiedenen zur Stromerzeugung verwendeten Energiequellen werden in einer Animation gezeigt, und der Energieverbrauch wird interaktiv visualisiert. Eine interessante Abbildung aus diesem Bereich zeigt, dass im Jahr 2014 40 Prozent des Energieverbrauchs in der EU auf Mineralölerzeugnisse entfielen, wobei der Anteil von unter 30 Prozent in der Slowakei, Finnland, der Tschechischen Republik und Schweden bis zu über 65 Prozent in Zypern, Luxemburg und Malta variierte.

  • Wie ist der Zusammenhang zwischen Energie und Umwelt?

In diesem Teil wird dargestellt, wie sich die Treibhausgasemissionen entwickeln und wie die verschiedenen Energiequellen dazu beitragen. Außerdem wird gezeigt, wie hoch der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch und wie effizient der Energieverbrauch in der EU ist. Die verschiedenen Arten von erneuerbaren Energien werden in einer Animation veranschaulicht. Interessant in diesem Abschnitt ist beispielweise die Information, dass im Jahr 2014 16 Prozent der in der EU verbrauchten Energie aus erneuerbaren Energieträgern stammten, wobei die Anteile von weniger als 5 Prozent in Luxemburg und Malta bis zu über 50 Prozent in Schweden reichten.

Mit einfachen statistischen Antworten auf diese Fragen und der nutzerfreundlichen Darstellung der Informationen durch kurze Texte, dynamische Infografiken, Karten, Videos, Animationen, Grafiken, Fotos usw. möchte Eurostat mit dem von ihm entwickelten neuen Format auch diejenigen ansprechen, die nicht so gut mit der Energiewirtschaft vertraut sind. Zugleich ist die Veröffentlichung durch die enthaltenen Sankey-Diagramme auch für erfahrenere Nutzer informativ, die sich für die gesamten Abläufe im Zusammenhang mit Energie interessieren. Alle Informationen liegen für die Europäische Union als Ganzes, aber auch für die 28 Mitgliedstaaten vor.

Weitere Informationen:

Eurostat-Pressemitteilung: Digitale Veröffentlichung beleuchtet das Thema Energie in der Europäischen Union

Quelle: Europäische Kommission, Vertretung in Deutschland